Unternehmensnachfolge aus altersmedizinischer Sicht

erstellt am: 07.05.2019 | von: margula | Kategorie(n): Allgemein, Angehörige, Wissen

Schon 2003 haben Williams & Preisser in der Pflichtlektüre jedes Wealth-Managers „Preparing Heirs: Five Steps to a successful Transition of Family Wealth and Values“ beschrieben, welch hohe Bedeutung Familienfrieden für den Erhalt des Familienvermögens hat. Während 40 Jahren ärztlicher Tätigkeit als Geriater habe ich in viele Hintergründe Einblick gewonnen, die den Familienfrieden stören können. Dazu gehören u.a. bei älteren Familienmitgliedern unerwartet auftretende gesundheitliche Veränderungen und deren Folgen.

auf Persönliches nicht vergessen

Deshalb ist im Zuge der Planung eines Generationenwechsels neben betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und finanziellen Regelungen heute mehr denn je, auch an persönliche Regelungen zu denken, die mit dem Altern zusammenhängen.

Generell geht es um 4 Bereiche: Gesundheit (körperliche, geistige, seelische), Interessen (bisher unerfüllte Wünsche, Hobbies & Fertigkeiten & Sozialengagement/Freunde, Persönlichkeit | Charakter, Gegenwartsplanung | Tagesablauf), Familie (Lebenspartner, Kinder, Enkelkinder), Planung (Wohnort bei Pflegebedürftigkeit, Lebensende – Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht). Weil alle 4 Bereiche ineinandergreifen, ist jeder Fall individuell zu beurteilen und bekommt seine ganz persönliche, auf ihn zugeschnittene Lösung.

Der Begriff „DAS NEUE ALTER“, aus meinem „Pflegefall? Nein, danke!“ (Facultas-Maudrich Verlag, Wien, 2017), umfasst auch den Zeitraum, ab dem man sozialversicherungsrechtlich nicht mehr arbeiten muss. Dieser Zeitraum kann sich über 30 – 40 Jahre erstrecken; oder anders ausge­drückt, er kann ¼ bis 1/3 des gesamten Lebens andauern. Um auf diesen wichtigen Zeitraum nicht planlos zuzugehen, biete ich dafür einen speziellen 1-Tages-Intensiv-Workshop.

individuelle Lösungen mit Arzt für Altenmedizin

Will man für sich selbst, für den/die Partner*in und für die Folgegenerationen keine Fehler machen, dann zieht man einen Geriater als Coach und Berater bei. Er kennt, analysiert und zeigt alternsspezifische Bedürfnisse auf, und er unterstützt beim Erarbeiten von individuellen Lösungen.

Altersmediziner sehen den alternden Menschen als Ganzes, und verstehen unter Geriatrie nicht nur das Behandeln einer Krankheit bei alten Menschen. Diese Geriater haben ein Auge auf den Patientenwillen und ein offenes Ohr für Angehörige und ihre Sorgen. Sie haben die notwendige Erfahrung, um mit dem Altern verbundene Probleme anzusprechen und sie zu relativieren.

auf das Wohl des Gründers und auf seine Familie achten

Wer bekunden will, dass ihm bei der Nachfolgeregelung auch am persönlichen Wohl des Gründers und seiner Familie liegt, der klammert bevorstehende Jahre oder Jahrzehnte nicht einfach aus. Der empfiehlt bei Nachfolgegesprächen einen Altersmediziner oder holt ihn gleich hinzu.

Wer Kunden auf die Thematik des Alterns anspricht und für die Lösung auf einen kompetenten Fachmann verweisen kann, setzt damit eine vertrauensbildende Maßnahme. Zugleich bietet er potenziellen Kunden einen besonderen Mehrwert, und nicht zuletzt hebt er sich damit positiv von Mitbewerbern ab.

Dr. Wilhelm Margula

Dr. Wilhelm Margula
Arzt für Allgemeinmedizin - Geriatrie
A-1010 Wien

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